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Homeoffice@Reto Wilhelm: Was unbedingt auf meinem Schreibtisch stehen muss.

von Reto Wilhelm

Die zwei Fläschchen mit dem roten Sand – und…

Es ist nicht viel, das auf meinem Tisch steht. Denn ich bin bekanntlich ein Anhänger von Cleandesk. Aber etwas darf nicht fehlen: der rote Sand der Kalahari. Fein säuberlich abgefüllt in zwei Fläschchen – ein Souvenir von unseren Safaris nach Tswalu. Auf dem einen steht geschrieben: «Your stay at Tswalu never actually comes to an end. Something says: ‹I have taken a part of it with me and left a part of me behind. And that is good.› May this beautiful red Kalahari Sand from Tswalu be a reminder of this.» Fürwahr ist er dies – zudem: ein sehr cleveres Kundenbindungsprogramm ist er auch noch…

Denn zweimal war ich schon dort, im südlichen Afrika. Und wieso? Weil es zum einen fantastisch schön ist dort. Die Landschaften, die Sonnenuntergänge, der weite Himmel, der rote Sand mit den schier endlosen Dünen. Und dann ist dort noch was: das Aardvark. Das Erdferkel, das man kaum zu Augen kriegt. Dieser Ameisen- und Termiten-Fresser, der wie ein Ameisenbär ausschaut, aber keiner ist. Und deshalb steht es auch auf meinem Bürotisch, unter der wärmenden Lampe gewissermassen, in Miniaturform: das Aardvark.

Zudem gestehe ich: Es ziert auch meinen Bildschirm. Denn statt eines anonym-generischen Traumbildes will ich schon meine eigene Handschrift pflegen. Der häufige Blick auf diesen Bildschirm, der stimmt mich jedes Mal glücklich: Denn bei unserem letzten Besuch in Tswalu vor drei Jahren, da passierte das grosse Glück…! Wir sahen ein Aardvark bei Tageslicht, aus heiterem Himmel gewissermassen. Der Ranger konnte es selbst nicht fassen. Noch weniger ich. 15 Minuten durften wir dem raren Faszinosum folgen, auf Schritt und Tritt. Diesen Anblick durften wir uns nicht entgehen lassen. Und den will ich mir nicht entgehen lassen: Tag für Tag.
Mein Bildschirmschoner ist meine beste Auszeit. Einfach Aardvark schauen und ausspannen. Schon sind die Gedanken weit weg.

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