PODCAST

Zeit&Geist – Panta Rhei on air

Unsere Gäste haben das Sagen. In ihrer Funktion als Philosophen, Hochschuldirektorinnen, Designschaffende oder Tourismusfachleute. Und im Gespräch mit Anina Rether und Reto Wilhelm. Wir diskutieren über Zeitgeist-Themen, die uns bewegen, verbinden oder spalten.

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen: zeitundgeist@pantarhei.ch

Sie können die Folgen direkt abspielen auf:


Folge 9: mit Christine Rinderknecht, Theaterfrau und Buchautorin
In ihren Theaterworkshops spürt Christine Rinderknecht den Befindlichkeiten und Nöten der Jugendlichen nach. Sie erzählt uns von ihrer persönlichen Beziehung zum weissen Blatt, das heute ja kein Blatt mehr ist, wie sie digital Natives durch analoges Schattentheater das Staunen wieder lernt und lüftet das Geheimnis des japanischen Lackkästchens, das ihrem aktuellen Buch «Sieben Jahre mit dem Japaner“ zugrundeliegt.


Folge 8: mit Marck, Videokünstler
Er gehört zu den wenigen Schweizer Kunstschaffenden, die von ihrer Arbeit leben können. Frei von der Leber weg spricht der international erfolgreiche Videokünstler mit uns über das kreative Chaos in seinem Atelier, seinen verschlungenen Weg in die obere Liga der Kunstszene, seine Liebe zur Musik und den Charme eines Hotels in Filzbach, GL, das er zu seinem Kreativzentrum gemacht hat.


Folge 7: mit Andrea Scherz, Hotelier

Der Besitzer des legendären Gstaad Palace ist Hotelier mit Leib und Seele. Seit drei Generationen führt seine Familie das Fünfsternehaus im mondänen Gstaad. Die Reichen und Schönen gehen ein und aus und mit Vielen ist Andrea Scherz seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden. Auch wenn er sich keinen schöneren Job vorstellen kann: manchmal träumt er davon, mehr Zeit für sich zu haben. Wir sprechen mit ihm darüber, wieso für ihn die 1980er goldene Zeiten waren, was er von den immensen Ansprüchen der heutigen Jetset-Generation hält und wie er sein Palace in die Zukunft führen will.


Folge 6: mit Katharina Korsunsky, Museumsexpertin

Wir flanieren zusammen mit #Katharina Korsunsky durch Räume, in denen gesammelt, gelehrt, gebildet und gestaunt wird: die Museen. Die Generalsekretärin vom Verband Museum Schweiz spricht über die Folgen der Pandemie, die Rolle der Digitalisierung und das Museum der Zukunft.

Mehr zu diesem Podcast finden Sie in unserem Blog.


Folge 5: mit Christa Dürscheid, Sprachforscherin

Klug, hintergründig und reflektiert spricht Christa Dürscheid über ihr Forschungsgebiet: das digitale Schreiben. Die Professorin für Linguistik an der Universität Zürich weiss, ob SMS und Sprachassistenten unsere Sprachkompetenz mindern, welche Bedeutung Emojis haben und wie wir uns in Zukunft mit Maschinen und Robotern austauschen.


Folge 4:

Im Scheinwerfer: drei Standpunkte, die aus dem Gespräch mit Professor Dirk Helbing haften bleiben

Städteolympiade
Die Zivilgesellschaft muss befähigt werden, nach innovativen Lösungen zu suchen und sie umzusetzen. Eine Möglichkeit sind Anreizsysteme wie Städteolympiaden, in denen Städte und ihre Ingenieure, Forscherinnen oder Zukunftsmacher rund um die Welt regelmässig um die besten umweltfreundlichen, energieeffizienten, ressourcenschonenden und krisenfesten Lösungen wetteifern. Ideen und Innovationen sind Open Source – also frei zugänglich. So könnten wir das gesellschaftliche Potenzial nutzen, um unsere Probleme gemeinsam anzupacken.

Intuition stärken
Es braucht eine digitale Aufklärung, aber auch eine digitale Emanzipation und Befähigung. Unsere Welt ist so laut und voller Ablenkung, dass wir unseren inneren Standpunkt nicht mehr erkennen. Wir müssen lernen, unsere Intuition zu stärken. Wissen, wo wir im Leben eigentlich hinmöchten und welche Rolle wir in unserer Gesellschaft einnehmen wollen. Wir brauchen auch den öffentlichen Dialog. Das Digitale hat grosse Auswirkungen auf die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Dessen müssen wir uns stärker bewusstwerden und entsprechend handeln. Es geht uns alle an!

Den Spiess umdrehen
Die Frage ist: Wie können wir die KI dazu bringen, die über uns gesammelten Daten in unserem Sinne zu verwenden? Darüber wurde bis heute viel zu wenig nachgedacht. Das ist letzten Endes die Frage, die darüber entscheidet, ob wir uns aus dieser digitalen Matrix befreien können oder nicht. Wir müssen den Algorithmus durchschauen – und austricksen.


Folge 3:

Im Scheinwerfer: drei Standpunkte, die aus dem Gespräch mit Martin Sturzenegger haften bleiben

Stadt-Land-Graben
In den letzten Jahren konnten die Städte von den Touristen aus den neuen Märken wie Asien und den Golfstaaten profitieren. Diese Gäste wollen die Alpen sehen, bleiben aber nicht, um Ski zu fahren oder zu wandern: Sie gehen in Zürich, Genf und Luzern auf Einkaufstour bei Chanel, Rolex und Co. und reisen für einen Tag in die Berge.
Viele Bergregionen und Hotels haben ihr Angebot in den letzten Jahren enorm ausgebaut und sich schärfer als Snowboard- und Mountainbike-Destination oder im Bereich New Luxury positioniert. Wie gut das funktioniert, zeigen Beispiele wie Lenzerheide, Zermatt oder Andermatt. Diese Entwicklung bietet grosses Potenzial.

Trend Workation
Ein spannender Trend zur ist auch jener zur Verlagerung des Arbeitsortes aufs Land – auch «Workation» (Work + Vacation) genannt. In Zukunft wird es wohl vermehrt so sein, dass man sich längere Zeit in Feriendestinationen aufhält, dort lebt und arbeitet und gleichzeitig in den Städten ein Zuhause hat. Das wird sich positiv für Stadt und Land auswirken, das gegenseitige Verständnis fördern, Wertschöpfung bringen und der Saisonproblematik der ländlichen Gebiete entgegenwirken.

Overtourism
Massentourismus hat einen schlechten Ruf. Doch die grossen Ströme sind einfacher zu leiten, wie man bei den Jungfraubahnen in Interlaken sieht, die das vorbildlich managen. Per se sind Städte besser für grosse Ansammlungen geeignet, da die Infrastruktur dafür bereits vorhanden ist. Am Beispiel Barcelona ist zu sehen, wie vielschichtig das Problem jedoch auch für grosse Städte ist. Kontingente können da kaum eine Lösung sein. Wichtiger scheint mir, zu überlegen, welche Gäste man anziehen möchte und das Angebot entsprechend auszurichten. Und: Vieles lässt sich über den Preis steuern


Folge 2: mit Schwester Ingrid Grave

Wach, weltoffen und reflektiert: Wortgewandt trägt Schwester Ingrid Grave die Themen der Bibel und der Kirche regelmässig in die Öffentlichkeit. In Zeit&Geist verrät uns die 84-jährige Dominikanerin, warum sie schon einmal für eine Muslimin gehalten wurde, wieso man auch im Alter noch Aufbruch wagen sollte und – dass Jesus wohl mit Greta für mehr Klimaschutz demonstriert hätte.

Im Scheinwerfer – drei Dinge, die aus der Begegnung mit Schwester Ingrid Grave haften bleiben
Unsere Gäste bringen jeweils einen Gegenstand mit, der für sie den Zeitgeist symbolisiert. Schwester Ingrid Grave hatte gleich zwei dabei: ihr Smartphone als Synonym für die ständige Erreichbarkeit und Vernetzung mit der äusseren Welt. Und das Büchlein Te Deum. «Die monatlich erscheinende Publikation lädt mich zum täglichen Gespräch mit Gott ein». Das Stundenbuch für den Alltag schöpft aus dem Fundus klösterlicher Spiritualität und kirchlicher Tradition beider grosser Konfessionen. www.mein-tedeum.com
Im Sommer fand im Kloster Ilanz, der Heimat von Schwester Ingrid Grave, zum ersten Mal der Ilanzer Sommer statt, dessen Veranstaltungen ganz im Zeichen des Friedens standen. Mit dabei war auch das Forum für Friedenskultur. Es engagiert sich für eine Schweiz, die eine aktiv gelebte Friedenskultur hat, die alle Generationen und gesellschaftlichen Gruppen einschliesst und geprägt ist von friedensförderndem Handeln im Privaten, im Unternehmerischen, im Bildungswesen, in den Medien und im öffentlichen Raum. www.forumfriedenskultur.ch
Als Agentur diskutieren wir mit Mitarbeiterinnen und Klosterfrauen immer wieder darüber, wie man ihre Leistungen jenseits der klassischen Aufgaben ins Gespräch bringt. Seine Weltoffenheit zeigt das Kloster auch im Haus der Begegnung. Fernab des Tagesgeschäfts können KMU hier Zeit und Raum für neue unternehmerische Perspektiven nutzen. Mehr dazu lesen Sie in der Oktoberausgabe der Unternehmerzeitung.ch


Folge 1: mit Yves Bossart, Philosoph

Nachdenken gehört zu seinem täglichen Brot: Yves Bossart widmet sich als Moderator der SRF Sternstunde den tiefgründigen Fragen des Lebens. In Zeit&Geist zeigt er uns seine spielerische Seite, spricht über Eitelkeit und Hunger nach Anerkennung – und warum er keine Sonnenuntergänge postet.

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