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Ich bin (k)ein Roboter

von Alessandra Gut

Wie sieht die Medienwelt von morgen aus? Welche Auswirkungen hat der technologische Wandel auf Medienschaffende und Journalismus? Fragen, die uns als Kommunikationsagentur in der Arbeitswelt 4.0 und der omnipräsenten Digitalisierung täglich begegnen.

Orientierung im Digitalisierungsdschungel

Eine mögliche Orientierungshilfe in der komplexen Welt des technischen Wandels und digitaler Innovationen bietet eine Studie des Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) und 20 Minuten, die im Februar 2019 veröffentlicht wurde. Die  «Media Innovation Map» weist den Weg im Dschungel gesellschaftlicher und technologischer Trends und Abhängigkeiten.

Wenn Maschinen berichten

Bei Journalistinnen und Journalisten halten heute Daten- und Roboterjournalismus Einzug, so die Studie. Gleichzeitig zum Kostendruck müsse der Inhalt in der digitalen Medienwelt immer mehr  auf individuelle Interessen abgestimmt sein. Es überrascht nicht, dass dafür arbeitsentlastende Technologien eingesetzt werden. Gemäss einem Artikel aus dem Technikjournal werden  täglich 10’000 Texte von Robotern verfasst. Algorithmen sind in der Lage, Texte aus grossen Daten- und Informationspools automatisch in journalistische Sprache zu übersetzen – und das viel schneller, als der Mensch jemals könnte.

Beispiele automatisch generierter Nachrichten, sei es im Bereich der Wirtschafts-, Sport- oder Wetterberichterstattung, gibt es jedenfalls genügend.

Ich denke, also bin ich Journalist/in?

Unbestritten, Algorithmen und Codes können viel. Doch wie sieht es mit Kompetenzen fernab von Programmierung, Automatisierung und Datenanalyse aus? Sind Fantasie, Kreativität und Gedankenexperimente wirklich programmierbar? Jan Georg Plavec, Multimedia Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung, zeigt sich optimistisch. Angst vor Roboterjournalisten müsse man nicht haben. «Diese Maschinen können noch nicht selber denken: und selber denken ist eine der wesentlichsten Eigenschaften von Journalisten. Solange die Maschine das nicht kann, besteht keine Gefahr».

PR von Menschen für Menschen

Angst haben wir als Kommunikationsagentur auch keine. Gerade bei der strategischen Kommunikationsberatung ist der Mensch der Maschine klar überlegen. Wir hören die Zwischentöne, beraten, kontextualisieren und stellen unser Erfahrungswissen zur Verfügung. Integrierte Kommunikationslösungen sind (noch) Menschensache.

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