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Mehr Animiertes statt reine Flachware

von Koni Nordmann

Die Zeiten, in denen wir PR-Leute Factsheets schrieben und seitenweise Papier für Mediendokumentationen füllten, sind nun definitiv vorbei. Infografiken sind angesagt, in der Medienarbeit, aber auch in Präsentationen, Geschäftsberichten, auf Websites. Mehr multidimensionale Darstellung von Inhalten statt Flachware, heisst das Motto.

Fakten animieren

Wo ist die Besteuerung für Firmen am tiefsten in der Schweiz? Wie weit ist es vom Flughafen Zürich bis in den Lebensraum Glarus? Welcher Sektor bringt wieviel Wertschöpfung im kleinsten Industriekanton der Schweiz? Wichtige Fragen, klare Antworten, sind gefragt. Und statt viel Worten und viel Erklärung sind rasche Einsichten erwünscht. Inhalte auch, die sich für Entscheider und für Inhaltshungrige weiterverwenden lassen. Ich spreche von klug gemachten Infografiken, die den Zweck haben, Komplexität angemessen zu reduzieren, auf die wesentlichen Inhalte zu fokussieren und damit schlüssig Zahlen und Fakten zu vermitteln. So, wie wir es für die Kontaktstelle für Wirtschaft des Kantons Glarus getan haben. Denn wie überall in der Akquise neuer Wirtschaftspartner und Firmenansiedlungen gilt: Zeit ist Geld. Und Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut.

In neun anschaulichen Infografiken erzählen wir deshalb die Wirtschafts-Erfolgsgeschichte des Kantons Glarus. Wir zeigen Facts & Figures, illustriert und animiert, aber doch praktikabel. Die mehrdimensionalen Grafiken lassen sich integrieren: Statisch in PowerPoint-Präsentation oder eine PREZI-Darstellung, animiert und mit einem iFrame-Code auf Websites oder für die Online-Berichterstattung von Journalisten. Ebenso sind die Infografiken auch auf Facebook, auf LinkedIn und anderen Medien ausspielbar.

Tools helfen – aber nicht nur

Wir arbeiten mit infogram.com. Diese Software für Infografiken hat’s in sich. Im heute üblichen Abosystem lässt sie sich im eigenen Browser nutzen. Infogram ist einfach zu bedienen und als Weblösung von überall her zugänglich. Aber auch hier gilt – es braucht Fachwissen und Übung. Denn so einfach ist es dann auch wieder nicht: das Erstellen von Infografiken. Die Reduktion auf das Wesentliche setzt nämlich Faktenwissen, Zeit und vor allem ein Konzept (siehe Schritte unten) voraus. Und es gilt auch damit zu leben, dass das Tool zwar viel kann, aber auch nicht alles. Seine Grenzen hat das Instrument beispielsweise in der Integration von spezifischen CD/CI-Vorschriften (und Schriften generell). Auch ist die Auswahl an Templates und Formaten zwar sehr gross, jedoch nicht unendlich. So stehen dann auch Praktikabilität in der Umsetzung, Flexibilität im Aufdatieren und Anschaulichkeit im Vordergrund. Denn weniger ist mehr, auch beim Erstellen von Infografiken. Das ist fast wie früher, wie bei den Wörtern also …

Das Musterbeispiel – Kontaktstelle für Wirtschaft Kanton Glarus in Zahlen und Fakten

https://www.gl.ch/verwaltung/volkswirtschaft-und-inneres/wirtschaft-und-arbeit/kontaktstelle-fuer-wirtschaft/facts-figures.html/4019

Fünf Schritte beim Erstellen von Infografiken:

  1. Inhalt und Form: genau durchdringen, auf Schlüsselaussagen reduzieren, Zahlen sorgfältig prüfen, Symbole und Templates auswählen.
  2. Zielkanäle und Ausgabe-Formate definieren: Online, Social Media, Printtauglichkeit
  3. CD/CI: gibt’s Farben, Piktogramme und Schriften, die den eigenen Vorgaben entsprechen?
  4. Pflege: Eigenes Abo lösen oder durch Agentur betreuen lassen?
  5. Texte: knapp, erklärend, rahmend
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