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Zeit&Geist mit Katharina Korsunsky, Museumsexpertin

von Anina Rether

In unserer neusten Folge von #Zeit&Geist flanieren wir durch die Museumslandschaft Schweiz – der Ort, wo gesammelt, gebildet, gelehrt und gestaunt werden kann. Wir betreten mit #Katharina Korsunsky, Generalsekretärin vom Verband Museum Schweiz Gedankenräume, sprechen über die Folgen der Pandemie, die Rolle der Digitalisierung, die Schwierigkeiten der Planungsunsicherheit und das Museum der Zukunft. Ein Schlaglicht aus dem Gespräch.

Ab in die Zukunft


Die Vielfalt ist enorm: 1129 Museen gibt es in der Schweiz, die über 75 Millionen Objekte horten. Also knapp zehn für jeden Menschen in unserem Land. So unterschiedlich ihre Ausrichtung ist, so verschieden auch ihre Finanzierung, Trägerschaft und Organisation. Daher haben sie die Auswirkungen der Pandemie auch ganz unterschiedlich erlebt. Hocherfreulich dabei ist: alle haben die vergangenen zwei Jahre trotz teils massiven Einschränkungen überstanden.

Dazu hat auch die Digitalisierung beigetragen. Doch nach anfänglicher Euphorie machte sich sowohl bei Publikum als auch bei den Museen eine gewisse Ernüchterung breit. Es zeigte sich deutlich: das Original kann nicht einfach in den digitalen Raum übertragen werden.

Der Verband der Schweizer Museen setzt stark auf die Vermittlung des lebendigen Kulturerbes. Will heissen: neben dem ausgestellten Objekt die Geschichten und lebendigen Traditionen dahinter vermitteln und aufzeigen. Da sei die Schweiz noch nicht so weit wie beispielsweise Holland oder Belgien. Mit Kursen und einer Publikation zum Thema will Geschäftsführerin Katharina Korsunsky mit ihrem Team den spielerischen und menschenzentrierten Zugang in Museen fördern.

Dieser Umstand werde in der nächsten Zeit Weiterentwicklungen nötig machen, um dem Authentischen auch digital besser gerecht werden zu können. Es stellt sich die Frage: Was kann besser on- was besser offline dargestellt und vermittelt werden, um das Museumserlebnis noch zu steigern? Gemäss Katharina Korsunsky müssen da viele unserer Museen neue Kompetenzen aufbauen, um dieser Herausforderung gerecht werden zu können.

In welcher Form Wissen und Kulturgut im Museum der Zukunft auch vermittelt wird: Letztendlich geht es darum, bei uns Besucher:innen Interesse zu wecken, uns zu berühren, zu bereichern und etwas in uns nachklingen zu lassen!

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